Berliner Kreis Kritische Phänomenologie und Fundamentalanthropologie
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„Der Naturalismus ist eine Folgeerscheinung der Entdeckung
der Natur, der Narur im Sinne einer Einheit des räumlich
zeitlichen Seins nach exakten Naturgesetzen."

- Edmund Husserl, Logos I -

 
 
 

Berliner Kreis "Kritische Phänomenologie und Fundamentalanthropologie"

Rezensionen

 

Dr. Thorsten Streubel - Rezension zu Noam Chomsky: Was für Lebewesen sind wir?
Erstveröffentlichung in: Zeitschrift für philosophische Literatur 5. 1 (2017), 29-36.
© 2017 Zeitschrift für philosophische Literatur, lizenziert unter CC-BY-ND-3.0-DE


„Der Meister-Vortrag eines Meisters“ (The New York Times) – mit diesem Slogan bewirbt Suhrkamp das neue Buch von Noam Chomsky. Das macht neugierig und lässt Großes erwarten – nicht weniger jedenfalls als die Summe eines bedeutenden Forscherlebens. Das Buch ist in vier unterschiedlich umfangreiche Kapitel gegliedert, deren Zusammenhang durch die Fragen nach den Grundlagen menschlicher Kreativität und den Grenzen unserer Erkenntnis (und was aus Kreativität und kognitiver Begrenztheit folgt) gebildet werden. Man könnte das Werk daher als anthropologische Erkenntnistheorie oder als sprach- und erkenntnistheoretisch grundierte Anthropologie lesen. Die einzelnen Kapitelüberschriften lauten: „Was ist Sprache?“, „Was können wir verstehen?“, „Was ist das Gemeinwohl“ und „Die Geheimnisse der Natur – Wie tief verborgen?“. Eingeleitet wird das Buch von einer hilfreichen Zusammenfassung der wesentlichen Argumentationslinien von Akeel Bilgrami.

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Ilona Ibrahim - Rezension zu Jürgen Wiebicke: Dürfen wir so bleiben, wie wir sind? Gegen die Perfektionierung des Menschen – eine philosophische Intervention

Was, wenn das, was bis eben noch als selbstverständlich galt, nur noch Fragen aufwirft? Dann, so Jürgen Wiebicke, Philosoph, freier Journalist und WDR5 Moderator des „Philosophischen Radios“, schlägt die Stunde der Ethik als philosophische Disziplin. Diese Stunde sieht er in der Zeit des globalen Kapitalismus und dem technologischen Fortschritt als gekommen. Mit der vorliegenden Publikation „Dürfen wir so bleiben, wie wir sind? Gegen die Perfektionierung des Menschen – eine philosophische Intervention“ will Wiebicke die mit dem Verlust vom selbstverständlich gewordenen Menschenbild einhergehenden ethischen Herausforderungen im Kontext der anthropologischen Frage: „Was ist der Mensch?“ diskutieren.

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Ilona Ibrahim - Rezension zu Felix Hasler: Neuromythologie. Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnfoschung

Der Pharmakologe und Wissenschaftsjournalist Felix Hasler, geboren 1965, seit 2010 Forschungsassistent an der Berlin School of Mind and Brain der Humboldt-Universität zu Berlin, forschte von 2000 – 2010 in der Arbeitsgruppe „Neuropsychopharmacology und Brain Imaging“ an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich zur Wirkung halluzinogener Substanzen. Hasler teilte zunächst die aktuellen Ansätze der Neurowissenschaften und der biologischen Psychiatrie, wonach es lediglich der Erforschung des menschlichen Gehirns bedarf, um das Wesen des Menschen zu verstehen. In etlichen wissenschaftliche Publikationen und journalistischen Artikeln trug er zur Verbreitung der Forschungsergebnisse bei. Mit der vorliegenden Abhandlung „Neuromythologie. Eine Streitschrift gegen die Deutungsmacht der Hirnforschung“ widerspricht Hasler nun seiner ehemaligen Position mit Nachdruck und plädiert eindrücklich für eine kritische Auseinandersetzung mit der eindimensionalen Betrachtungsweise des Menschen.

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Ilona Ibrahim - Rezension zu David Gelernter: Gezeiten des Geistes. Die Vermessung unseres Bewusstseins

David Gelernter, geboren 1955, US-amerikanischer Informatiker und Kulturjournalist, entwickelte Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre als Informatikprofessor an der Yale-Universität eine Online-Beratungs-Software. Diese sollte nicht nur wie ein Mensch handeln, sondern zudem wie ein Mensch in Tagträume und freie Assoziationen abschweifen und dabei den User des Programms ignorieren können. Diese Idee ließ sich jedoch nicht vollständig umsetzen und der für Gelernter unbefriedigende Ausgang machte ihm deutlich, dass er seine eigene Theorie noch einmal überdenken müsse. Das Ergebnis seines neuen Denkansatzes stellt er in seinem Buch „Gezeiten des Geistes. Die Vermessung unseres Bewusstseins“ vor.

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Andreas Harrasser - Rezension zu Andreas Heinz: Der Begriff der Psychischen Krankheit

Der Arzt und Psychiater Andreas Heinz steht mit seinem Werk „Der Begriff der psychischen Krankheit“ ganz in der Tradition des philosophischen Nachdenkens über die Schwelle zwischen Gesundheit und Krankheit, und reiht sich damit ein in dieselbe Linie, in der etwa ein Michel Foucault mit Wahnsinn und Gesellschaft zu finden ist. Andreas Heinz unternimmt einen weiteren Versuch die genaue Schwelle, an welcher die Gesundheit in den Zustand der Krankheit übergeht, anhand differenzierter Kriterien zu bestimmen, wobei er sich um eine Vielzahl an Perspektivwechseln bemüht.

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Andreas Harrasser - Rezension zu Sascha Dickel: Enhancement-Utopien - Soziologische Analysen zur Konstruktion des neuen
Menschen

In dem aus seiner an der Universität Bielefeld angenommenen Dissertation hervorgegangenen Werk Enhancement-Utopien beschäftigt sich Sascha Dickel mit der gegenwärtigen Funktionalität sogenannter Enhancement-Utopien. Dabei legt er ausdrücklich Wert darauf, dass er keinerlei Prognostik betreiben möchte. Konsequenterweise finden sich auch keine Aussagen darüber, ob die Realisierung bestimmter Enhancements nun letztlich wünschenswert wäre, oder ob deren Realisierung eher zu Befürchtungen Anlass gäbe.

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